Cats And Dogs
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Annie, meine Annie...
(† 11.05.2012)


Die Sache der Tiere
steht für mich höher
als die Sorge,
mich lächerlich zu machen.
Sie ist unlösbar verknüpft
mit der Sache des Menschen,
und zwar in einem Maße,
dass jede Verbesserung in
unserer Beziehung zur Tierwelt
unfehlbar einen Fortschritt
auf dem Wege zum
menschlichen Glück
bedeuten muss!


Emile Zola

 

 

 

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Tommy, geb. Mai 1994, gest. 2007         

Tommy war mein allererster eigener Kater. Die erste eigene Wohnung war nicht lange ohne Haustier. Ich gehöre ja zu den "Ich durfte ja nie"-Kindern (die später dann manchmal etwas übertreiben, aber das ist eine andere Geschichte) und Tommy wurde ordnungsgemäß im Alter von 8 Wochen zu uns nach Hause geholt. Er hatte tatsächlich als kleiner Kater so lange bei seiner Mama getrunken, bis die Zähnchen das erste Trockenfutter beißen konnte. Er rührte zeitlebens kein Nassfutter an... was sich bei zwei gastrointestinalen Erkrankungen im Laufe seines Lebens als sehr hinderlich erwies. Ein mal hatte er ein blondes, langes Haar von mir verschluckt, welches ihm ein Stück Darm abschnitt! Nach der OP sollte er Diätfutter bekommen... nass natürlich... Das war der Tag, an dem ein sehr teures Trockenfutter für Tommy eingeführt wurde. Vor einem - ziemlich folgerichtig entstandenen - Nierenschaden hat ihn das nicht bewahrt. Tommy wurde leider nur 13 Jahre alt. Er war liebevoll konsequent, verschmust und sehr dickköpfig - Tommy eben!




Max, geb. 1997 - kam 1998 zu mir, gest. 2015

max.jpg

Von Auto zu Auto "übernommen", weil die Leute schon mit Box und allem Zubehör auf dem Weg ins Tierheim waren und ich sie bei einer Freundin in der Kneipe traf; die Frau hatte plötzlich (!) eine Katzenhaar-Allergie, weil sie schwanger war. (Komisch, eine Kneipen-Allergie hatte sie nicht, trotz Schwangerschaft...)
Ich glaube, so wird man von einer
Katze gefunden :-))

Max ist 2015 im Alter von 18 Jahren so gestorben, wie er gelebt hat - entspannt und inmitten seiner Familie.

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Alice, geb. 2000, gest. 2016
auch genannt "Else von der Mugelburg"


Alice war für mich einfach DIE Alice aus dem Wunderland. An eine Perser bin ich nur geraten, weil eine Freundin "zufällig" eine "übrig" hatte. Gefallen haben mir diese Tiere immer schon - vorausgesetzt, sie hatten eine Nase - aber eine Perser aus guter Zucht hätte ich mir nicht leisten können. Also war Alice ein kleines Wunder. Jemand, nennen wir ihn "Herr Irgendwer" hatte allerdings großen Spaß daran, alles zu verdeutschen, und so wurde aus meiner Alice aus dem Wunderland die Else von der Mugelburg.
Else hat alles dafür getan, meine (bis dahin heimliche) Liebe zur Perserkatze tief im Herzen zu verfestigen. Es gibt keine andere Katzerasse mit diesem Charakter, jedenfalls kenne ich keine. Sie war alles andere als zickig und wenn ich gefragt wurde, wo denn eigentlich meine Else sei, musste ich meist nach etwas Ausschau halten, dass grau ist und sich NICHT bewegt. Sie war meine Dekokatze. Nach einem sehr herausfordernden Friseurbesuch nach einem Jahr, konnte ich mich relativ schnell als Katzen-Groomerin qualifizieren und Else hielt stil l, bis alles ab war. DAS liebte sie! Und ich liebte Else. Auch wenn sie dann aussah wie ein verkapptes Eichhörnchen :)'

Else ist im Alter von 16 Jahren zu Hause in unser aller Beisein gestorben und hat mir noch einmal sehr viel über die Sterbephasen beigebracht - dafür danke ich ihr sehr. Und für alles andere sowieso.






Philo, geb. 2008, kam 2008

In Philo hatte ich mich auf einem einzigen Foto verliebt, das ich von der Tierärztin Monica Planas aus Spanien erhielt. Unser Verein vermittelte damals eigentlich Hunde, aber sie wusste, dass ich selbst Katzen hatte und - da war es dann auch schon geschehen. Philo, Prem und Yua (die Katzenpflegerin hatte sich wirklich Gedanken gemacht bei der Namensgebung... Philo ist griech. und heißt "Der Geliebte" und auch die beiden anderen Namen haben etwas mit Liebe zu tun) kamen zu dritt gereist, Philo direkt zu mir, Prem und Yua zunächst in eine Pflegestelle. Sie wurden später gemeinsam vermittelt.
Zu den drei Kätzchen gab es keine Mama mehr und sie wurden liebevoll aufgepäppelt im Tierheim. Außerdem waren alle am Anfang krank - Katzenschnupfen. Als Philo bei mir ankam, war er putzmunter. Wenige Tage später bekam er einen Rückfall. Kein Wunder... der Stress... die Impfungen vorher... Aber auch das haben wir wieder hin bekommen.
Philo ist ein kleiner Eigenbrödler. Er mag nicht jede Katze und seinen Unmut zeigt er durch lautes Schreien und aufgerissene Augen :o
Er haut grundsätzlich nicht, außer sein Schreien bleibt unakzeptiert ;) Aber eigentlich hat er viel mehr Angst als Vaterlandsliebe und im Grunde auch hat er auch immer ziemlich viel mit sich selbst zu tun. Er ist (m)ein Herzchen. Eine Skoliose in der Lendenwirbelsäule und das Problem, dass er sich an manchen Stellen einfach nicht putzen kann, sind seine einzigen "Probleme" seit 10 Jahren :) Und er möchte (Gott sei Dank!) keinen Freigang. Wie wunderbar. Nicht, dass ich ihn für "dumm" halte... aber irgendwie wäre er mir für Freigang auch zu "tüdelig".




Bambi, geb. 2008, kam 2008

Das Bambi zog im zarten Alter von 10 Wochen bei uns ein. Sie war eine von insgesamt 3 Kindern, die eine gewissenhafte Katzenmutter in die Garage einer Tierfreundin deponierte, bevor sie nie wieder kam. Man sah sie noch einmal am Abend, schwer verletzt. Dann entdeckte man die Kinder.
Bambi's Geschwister zogen gemeinsam in ein neues Heim und da das Bambele so furchtbar ängstlich war und ich der Überzeugung, dass wir "alles hin kriegen", zog sie zu mir und damals Tommy, Max, Else und Philo und meiner kleinen Hündin Annie. Eigentlich nur zur "Sozialisierung"- vor allem mit Menschen.
Bambi sieht schwarz aus, ist aber eigentlich dunkelbraun - deshalb heißt sie so. Die ersten Tage saß das Kätzchen immer irgendwo DAHINTER, DARUNTER oder DAZWISCHEN GEQUETSCHT. Mit riesigen Augen. Nachts, so bald alles einschlief, hockte sie unter der Couch im Wohnzimmer und schrie so laut sie konnte. Sie rief... ALLE. Ihre Mama, ihre Geschwister... alles, was sie bis dahin kannte, und das war ja nicht so viel, war WEG. Ich habe 3 Nächte im Wohnzimmer auf einer Decke gesessen und ihr immer wieder geantwortet. Leise und zuverlässig. Und mich so wenig wie möglich bewegt. Irgendwann in der dritten Nacht rannte sie plötzlich in meinen Arm, sabberte mich 5 Sekunden lang voll und rannte wieder unter die Couch. Ja, so kann eine sehr innige Beziehung auch beginnen ;)
Heute ist Bambi ein extrem liebevolles, draußen sehr taffes Kätzchen, das es am liebsten hat, wenn sich alle lieb haben. Sie liebt Hunde und (nette) Katzen, Körperwärme, den Mormon Tabernacel Chor und HARMONIE.
Am meisten liebt sie Nicky... glaub ich...

























Rebecca, geb. ca. 2010, kam im Juni 2013

Rebecca kam (als Gracie) mit ihrem Kumpel Rafael über die Katzenhilfe Olli e. V. in Pflege zu uns. Diese Organisation kümmert sich aufopferungsvoll um ein Katzenprojekt auf Malta, einer Insel, auf der Katzen - wie in den meisten südlichen Ländern - absolut nichts zu lachen haben. Klein und niedlich angeschafft, erwachsen geworden und raus geflogen - das ist dort der gängige Katzenlebenslauf. Wenn sie nicht gleich schon draußen geboren werden.
Rebecca war, ganz entgegen ihres Malteserfreundes Rafael, sehr zurückhaltend und hatte vor allem große Angst vor Hunden. Ich war einige Monate lang der Meinung, dass sie definitiv ein Zuhause ohne Hunde und mit maximal einer weiteren Katze braucht, am besten mit Rafael gemeinsam, denn der war alles andere als zurückhaltend, zu ihr aber sehr zuvorkommend. Weit gefehlt. Eines Tages lag Rebecca völlig unvermittelt abends mit auf der Couch und nachts mit im Bett. Sie hatte begonnen, ihr Leben TROTZ anderer Haustiere zu genießen. Ich glaube, sie musste auch uns Menschen erst einmal wieder vertrauen. In den vielen Wochen gab es genau zwei Anfragen für die beiden wunderschönen Tiere, ich weiß nicht mehr, ob uns beide einfach nicht gefielen aber ich glaube mich zu erinnern, dass beide unbedingt Rafael wollten aber keiner Rebecca und wir von der Entscheidung, sie gemeinsam zu vermitteln ohnehin schon abgekommen waren. Und so wurde aus Gracie eine Rebecca und dann auch gleich eine Jatzkowski.

Und irgendwann... wurde sie dann tatsächlich auch noch ein Hundefan :) Wobei das bei ausrangierten Zuchtmuttis auch kein Wunder ist... die muss man einfach lieben... und sie haben eben dieses Mütterliche... Wärme, Ruhe... Liebe... wie unsere Trudi:





Thalia, geb. 2011, kam 2014

Thalia entdeckte ich in einem Tierheim in Gandia (Spanien). Katrin Enke vor Ort kannte ich bereits durch andere Projekte und sie war begeistert, als ich ihr vorschlug, meine neu erlernte telepatische Kommunikation mit einigen der dort ca. 100 lebenden Katzen zu üben. Ich arbeitete nur anhand von Fotos und ohne jegliche Angaben von Alter und oder Umständen des Auffindens (wobei die meist ohnehin nicht bekannt sind) und berichtete über die Informationen, die ich von den Tieren erhielt. Manchmal hat das geholfen, sie "besser" zu vermitteln, wobei man bei über 100 Katzen ja schon froh ist, wenn man überhaupt für die nicht mehr Kleinen, nicht mehr ganz so "niedlichen" eine halbwegs gute Anfrage bekommt. Manchmal erhielten wir aber auch Erklärungen, warum ein Tier z. B. absolut nicht zutraulich wurde oder warum ein Tier sich seltsam benahm. Ich erinnere mich da z. B. an einen Kater, der mir etwas von Stille vermittelte und ich überhaupt nicht verstand, was er meint, bis medizinisch abgeklärt war, dass er TAUB ist.
Mit anderen Worten, von den Katzen von Gandia habe ich viel gelernt!
Thalia war naiv, unbedarft und gleichzeitig total goldig. Und zu allem Übel war sie FiV positiv getestet. Das ist oft ein Ausschlusskriterium für Interessenten. Für mich? Niemals! FiV geht heile, genauso wie FeLV. Wenn man weiß, wie! Also wollte ich Thalia "nur" heile machen, vom Virus befreien und dann würde ein so goldiges Kätzchen ja wohl ganz schnell... denkste! Sie hat sich von der ersten Minute an benommen, als sei sie nie woanders gewesen. Thalia war mit ca. 6 Monaten ins Tierheim gekommen, kannte nur andere Katzen, hat nie mit Hunden gelebt, allerdings wohl auch nie schlechte Erfahrungen mit ihnen machen müssen - sie war zu HAUSE angekommen. Was soll man denn da machen?
Sie ist die gute Seele im Haus. Sozial, liebevoll, niemals streitsüchtig oder zickig, anschmiegsam und - früher - auch Freigängerin mit Leidenschaft.
Nach einem schweren Unfall mit Lähmung der gesamten Hinterhand in diesem Jahr (2017), reicht Thalia der große Garten für ihre Streifzüge.
Den Kreuzbeinbruch und die daraus resultierende Lähmung der Hinterhand einschließlich Blase haben wir ebenfalls wieder heile gemacht :)




Zambu & Susi
, geb. 2011

haben eine besondere Geschichte. Sie hatten sich bei mir kennen- und liebengelernt. Zambu stammte aus einer kleinen Katzenfamilie in einem spanischen Tierheim und kam zu mir, während seine zwei Geschwister, Cody und Leyla gemeinsam bei meiner Nichte Antonia einzogen. Zambu zeigte sich von Anfang an als extrem lebendig und ich dachte damals immer, wenn es Katzen mit ADHS gibt, dann habe ich jetzt eine. Meine Altkatzen waren von ihm extrem genervt und ich überlegte angestrengt, wie ich die Katzenharmonie im Hause Jatzkowski wieder herstellen könnte. Da kam ein Wurf Kätzchen aus der Umgebung ohne Mutter nirgends unter, und ich dachte, DARAUF kommt es jetzt auch nicht mehr an. Im Gegenteil!
Zambu verliebte sich in alle Babies und fand die Tatsache, dass er schon ein klein wenig größer war und sie beaufsichtigen konnte, extrem spannend. Vor allem HATTE er endlich eine Aufgabe! Als die Babies gepeppelt und so weit waren, ein Heim zu finden, zogen die Brüder Paul und Anton gemeinsam nach Leipzig in eine Familie mit 2 Kindern. Susi blieb "übrig". Sie wurde größer, war nicht mehr das "niedliche Kitten" und die Anfragen für die kleine Maus blieben aus. Gleichzeitig wurden Susi und Zambu unzertrennlicher und Zambu geriet immer schlimmer in Streit mit den Altkatern. BEIDE behalten wollte ich auch eigentlich nicht, so fasste ich mir ein Herz und stellte beide gemeinsam zur Vermittlung. Nur ZUSAMMEN und eigentlich nur zum "probieren". Neben einigen sehr schnell eintreffenden Anfragen nach Zambu ALLEINE (das war klar... er ist schön und weiß und hat blaue Augen...) erhielt ich auch eine Anfrage einer sehr netten, jungen Frau für beide. Ich brachte die Unzertrennlichen in ihr neues Heim nach Weimar. Wir blieben in Kontakt über die sozialen Netzwerke und da ich zu allen Zeiten allen Adoptanten eines Tieres immer einbleute, dass ich als ERSTE wissen möchte, wenn ein Tier nicht mehr in seinem Zuhause bleiben kann, erhielt ich auch als erster die Nachricht, dass Zambu und Susi ihr Zuhause verlieren würden. Dafür bin ich - trotz des ersten Schocks über diese Tatsache - sehr dankbar. Ich holte die beiden wieder ab und hatte nun das, was ich nicht wollte: noch 2 Katzen ;)
Wer so etwas schon einmal gemacht hat, weiß, dass man ein Stück weit trotzdem immer das Vertrauen verliert... zumindest in eine Vermittlung dieser beiden Tiere - und sie aus verschiedenen Gründen einfach nicht noch einmal weg geben kann. Auch sah ich, dass Zambu und Susi bei MIR plötzlich überhaupt nichts mehr miteinander zu tun hatten, obwohl sie mir auch von der Vorbesitzerin als "altes Ehepaar" geschildert wurden. Offenbar gibt es auch bei Katzen "Zweckgemeinschaften".
Die beiden hatten völlig vergessen, dass sie mit Hunden aufgewachsen waren und auch andere Katzen fanden sie extrem komisch. Sie hatten es wirklich nicht leicht, sich wieder einzugewöhnen - Zambu war da sehr viel schneller als Susi. Sie ist ohnehin die deutlich sensiblere. Und ICH dachte, das geschieht mir nun auch recht.
Heute sind sie wieder voll integrierte, sehr verschiedene aber tolle Katzen und lieben die Möglichkeit, sich an der frischen Luft und in der Sonne aufzuhalten und nicht mehr ständig in einer kleinen Wohnung eingesperrt zu sein. Besonders die sanfte Susi verbringt ihre Zeit gern im Garten und mit den Pfötchen auf Mutter Erde. DAS ist für beide wirklich ein Gewinn. Und ich glaube (inzwischen), WIR sind nun auch ein (Wieder-)Gewinn. Auch wenn hier alles anders kam, als gedacht!

Als Zambu und Susi noch klein waren...
Es gibt keine absolute Grenze, keinen unueberbrueckbaren Graben zwischen Menschen und nichtmenschlichen Tieren. Nicht evolutionaer, nicht genetisch, nicht hinsichtlich bestimmter Errungenschaften der Evolution, und auch nicht moralisch. (Roger Fonts)