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And me ??
Weiblich, ledig, jung... :-) Autorin, Tierheilpraktikerin, ewig
Lernende, grandios im Scheitern, meist humorvoll, in meinen Themen
durchaus auch mal verbissen wie ein Kampfhund, geduldig, tiervernarrt,
sprachkompetent, Familienmensch mit Hang zur Einsiedelei, fester und
nicht selten glühender Draht zum Himmel, neurosensitiv,
musikalisch, Süchtige, Waldliebende, Mantrasingende, und immer die
Frage: "Wie geht Gesundheit TROTZ der ganzen Fehlprägungen"?
Online seit dem: 30.07.2003
in Tagen: 8326
Blogeinträge (Tag-sortiert)
Tag: Katzen
Eine Guten-Morgen-Szene aus ...
... UND TÄGLICH GRÜßT DAS MURMELTIER :-)

Oder auch: Morgens um acht ist die Welt noch in Ordnung :-)
Betty 07.11.2007, 10.04 | (0/0) Kommentare | TB | PL
Meine Küche ist seit Sonntag...
- ein Schlafsaal
- ein Spielzimmer
- ein Bad
und eine Kuschelstube für Findelkinder :-)

FÜNF sind es an der Zahl, natürlich OHNE Mama, ca. 5 Wochen alt und mit vieeelen lustigen Ideen im Kopf :-) Die Äuglein färben sich gerade vom schönen Babyblau in einen "lass-dich-überraschen"-Farbton und die Größe reicht aus, um bereits an den Querstreben der Küchenstühle Klimmzüge zu probieren. Das Körbchen, in dem sie bisher mehr schliefen als alles andere, ist völlig uninteressant geworden. Die Barriere zwischen Küche und Wohnzimmer hingegen wird immer interessanter ;-)
Es gibt auch schon einen Herrn Vorwitz:
... und einen Herrn Müßiggang... (rechts im Bild)
Katerchen schwarz zeigt sich jetzt schon als recht ruhiger und ein wenig distanzierter Vetreter, der es genießt, immer ein bisschen länger zu schlafen als alle anderen, ein bisschen kürzer zu spielen und ein wenig langsamer zu speisen. Na, wenn das kein Beruhigungskaterchen ist!
Die schöne Schildpatt (Lola?) weiß bereits, wie man sich als Minidame benimmt und genießt jede Streicheleinheit ausgiebig.
Die beiden anderen Roten gleichen Herrn Vorwitz in Farbe und Aussehen dermaßen, dass es schier unmöglich ist, diese 3 auseinander zu halten...
Nun, das lerne ich sicher noch.
Jetzt erinnere ich mich plötzlich wieder genau daran, wie das war, als man seine hausbeschuhten Füsse nur langsam durch die Wohnung bewegen durfte und durchpiekste Beine hatte, weil man selbst kurzerhand als Kratz- oder Kletterbaum benutzt wurde... Jaaa, jetzt fällt es mir wieder ein. Es ist furchtbar, entzückend, herzerweichend, stressig und wunderschön. Was man für Katzenfutter ausgibt, spart man an der Stormrechnung allemal. Der Fernseher wird überflüssig, der Herd in der Küche nicht mehr angeworfen (könnte ja gefährlich werden), der Rechner läuft höchstens im Energiesparmodus und wenn zwei Katzenkinder auf dir, die du da mit dem Bodenkissen unter deinem Hintern und der Küchenschranktür im Rücken still sitzend nach etwas zu Trinken lächzt, eingeschlafen sind, würdest du niemals aufstehen wollen, um die Kaffeemaschine anzuwerfen - NEIN! - man will doch seine Babies nicht wecken!
Ach, wat is dat eine schöne Ablenkung von den Sorgen des Lebens :-)
Betty 06.11.2007, 14.02 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL
Neuzugang...
ES hat vier Beinchen, ein weißes Gesicht und 'ne schwarze Mütze auf ;-) Und ES hatte Glück... weil es nämlich - vor einigen Tagen schreiend einem Touristenpärchen hinterher gelaufen - erstmal bei unserer Tierärztin abgegeben wurde, und nicht gleich im Tierheim. Und ES ist ein ganz lieber ER :-) Offensichtlich völlig im Bilde über sein Glück ist er völlig gelassen freundlich, jedermann anschnurrend und vorsichtig auf jeden zugehend einfach nur ein prächtiger kleiner Superkater. Woher er mit seinen vermutlich 12 Wochen die Sozialisierung hat, weiß niemand, und warum er alleine am Waldesrand unterwegs war natürlich auch nicht. Wir hatten ihn bereits in der Zeitung, aber er wird wohl nicht vermißt. Die Tierärztin hat ihn gecheckt und einen kleinen Schnupfen, der vermutlich von einer oder zwei kühlen Nächten im Freien herrührte behandelt, und der nächste "Gang" wäre nun offiziell ins Tierheim, weil bisher ja keine Besitzer ermittelt werden konnten. Dort säße er vermutlich zwischen 20 anderen Babykatzen und weil ich ihm diese Katastrophe genauso wie weitere Nächte beim TA ersparen wollte, sitzt er nun hier zwischen UNS :-) Das Bambi sieht seinen Baby-Status gefährdet und hat sich entschlossen, ihn zunächst noch ein bisschen anzufauchen, obwohl ein paar Spieleinheiten schon jetzt - nach sooo kurzer Zeit (3 Stunden?) - bereits drin waren! Und nun liegt er hier, selig schnurrend neben dem kleinen Hund und mit seinen grünen, zugekniffenen Augen schlafend neben mir auf dem Sofa.
Na, ich wüßt' ja schon tolle Eltern...
Für Claudia: Siehst du, es ist gar nicht so schlimm, einen Kater zu haben ;-)
Betty 10.08.2007, 17.31 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL
Bambi lernt lesen...
Das Bambi spielte gestern im Buchregal. Nein, sie hat kein einziges Buch herausgeworfen! Aber heute stand eines dieser Bücher ziemlich vorwitzig - Autor und Titel gut sichtbar - aus dem Regal heraus. Der letzte Rest klemmte noch zwischen Murphy und Susan Wiggs, aber es sollte wohl heißen: Schau' doch da mal wieder rein! Und tatsächlich, es ist eines meiner Lieblingsbücher. "Der weite Weg zu zweit" von John Updike. Ich hatte es mir vor Jahren gekauft, nachdem Reich-Ranicki in der FAZ geschrieben hatte: "...Nie, so will es mir scheinen, wurde in der zeitgenössischen Literatur der allmähliche Verfall einer Ehe herzlicher, nie deren endgültiger Untergang zärtlicher beschrieben..." Und in der Tat, Updike ist für mich ein ungebrochener Meister der Worte! Das Buch ist in 17 Geschichten unterteilt, die in sich zwar geschlossen sind, sich aber immer mit den Mapels beschäftigen, einer "ganz normalen" Familie. Meine beiden Lieblingsgeschichten sind "Zweibettzimmer in Rom" und "Dein Liebhaber hat eben angerufen".
Leseprobe aus "Zeibettzimmer in Rom"
"Die Maples hatten schon so lange an eine Trennung gedacht und darüber geredet, dass es schien, sie würden dieses Vorhaben nie verwirklichen. Denn ihre Gespräche, die sich in zunehmendem Maße ambivalent und erbarmungslos gestalteten, weil Anklage, Widerruf, Schlag und Liebkosung miteinander wechselten und sich aufhoben, knüpften sie letztlich in einer schmerzhaften, hilflosen, demütigenden Intimität nur noch enger zusammen. Ihre körperliche Liebe blieb bestehen, gleich einem pervers robusten Kind, dem selbst die mangelhafteste Ernährung nichts anhaben kann; wenn ihre Zungen endlich schwiegen, vereinigten sich ihre Körper - gleichsam zwei stume Armeen, die sich zusammentun, endlich erlöst von den absurden Feindseligkeiten, die zwei verrückte Könige verfügt haben. Blutend, zerfleischt, ein dutzendmal ehrerbietig zu Grabe getragen, konnte ihre Ehe doch nicht sterben. Sie brannten darauf, einander zu verlassen, und aus ehelicher Gewohnheit verließen sie ihr Heim gemeinsam. Sie reisten nach Rom."
Leseprobe aus "Dein Liebhaber hat eben angerufen"
"Das Telefon klingelte, und Richard Maple, der einer Erkältung wegen an diesem Freitag zu Hause geblieben war, nahm den Hörer ab: "Hallo?" Am anderen Ende der Leitung wurde aufgelegt. Richard ging ins Schlafzimmer, wo Joan gerade das Bett machte, und sagte:
"Dein Liebhaber hat eben angerufen."
"Was hat er gesagt?"
"Nichts. Er hat aufgelegt. Er war erstaunt, dass ich zu Hause bin."
"Vielleicht war es deine Geliebte."
Trotz des Phlegmas, das seinen Kopf umwölkte, wußte er, dass da irgend etwas nicht stimmte, un er fand es heraus.
"Wenn es meine Geliebte gewesen wäre", sagte er, "warum sollte sie dann auflegen, wenn ich doch am Apparat war?"
Joan schlug das Laken aus, so dass es ein knallendes Geräusch machte.
"Vielleicht liebt sie dich ja nicht mehr."
"Was für ein lächerliches Gespräch."
"Du hast angefangen."
"Und was würdest du denn denken, wenn du an einem Wochentag ans Telefon gehst, und der Anrufer legt auf? Er erwartete eindeutig, dass du allein zu Hause bist."
"Also gut, wenn du jetzt Zigaretten holen gehst, rufe ich ihn an und erkläre ihm, was los ist."
"Du denkst, dass ich jetzt denke, du willst mich auf den Arm nehmen, aber ich weiß, dass genau das passieren würde."
"Oha, komm, Dick. Wer sollte es schon sein? Freddie Vetter?"
"Oder Harry Saxon. Oder jemand, den ich gar nicht kenne. Ein alter Freund vom College, der nach Neuengland gezogen ist. Oder vielleicht der Milchmann. Ich höre dich manchmal mit ihm reden, während ich mich rasiere."
"Wir sind von hungrigen Kindern umgeben. Er ist fünfzig Jahre alt, und Haare sprießen ihm aus den Ohren."
"Wie bei deinem Vater. Du hast eine Schwäche für ältere Männer. Da war doch dieser Chaucer-Spezialist, als wir uns kennenlernten. Jedenfalls hast du in der letzten Zeit immer furchtbar glücklich getan. Du lächelst vor dich hin, wenn du deine Hausarbeit machst. Siehst du, da ist es wieder, das Lächeln!"
"Ich lächel", sagte Joan, "weil du so verrückt bist. Ich habe keinen Liebhaber. Ich wüßte nicht, wo ich ihn unterbringen sollte. Meine Tage sind vollständig ausgefüllt damit, dass ich mich hingebungsvoll den Bedürfnissen meines Ehemannes und seiner zahlreichen Kinder widme."
"Oh, dann bin ich es also, der dir all die Kinder gemacht hat? Wärend du dich nach einer Karriere als Modeschöpferin oder in der aufregenden Welt der Wirtschaft sehntest. In der Aeronautik vielleicht. Du hättest die erste Frau sein können, die eine Raketenspitze aus Titan entwickelte! Oder die den bisherigen Zyklus beim Weizenanbau sprengte! Joan Maple, Diplom-Landwirtin. Joan Maple, Geopolitikerin. Aber wegen des unzüchtigen Monsters, das sie irrtümlich heiratete, ist diese klarsichtige Bürgerin unserer stets so bedürftigen Republik..."
"Dick, hast du Fieber gemessen? Ich habe dich seit Jahren nicht so faseln hören."
"Ich bin seit Jahren nicht so hintergangen worden. Ich fand dieses Klick abscheulich. Dieses wiederlich kleine Ich-kenn-deine-Frau-besser-als-du-Klick."
...
Willst du weiter lesen...
guckst du hier ---> "Der weite Weg zu zweit" by amazon
oder auch hier ---> "John Updike" by booklooker
Betty 09.07.2007, 14.26 | (0/0) Kommentare | TB | PL




